Beschreibung
Der Schwarzkümmel zählt zu den kraftvollsten Pflanzen, die die Natur zu bieten hat, und ist ein unverzichtbarer Bestandteil der orientalischen Küche. Doch sein langanhaltendes Interesse geht weit über seine kulinarische Verwendung hinaus und reicht über Jahrtausende zurück. Der echte Schwarzkümmelsamen (Nigella sativa), ein Mitglied der Hahnenfußgewächse, hat einen Geschmack, der an Pfeffer, Sesam und Kreuzkümmel erinnert. Trotz des Namens ist er nicht mit Kümmel oder Kreuzkümmel verwandt.
Ursprünglich stammt der Schwarzkümmel aus Westasien, der Türkei und dem Irak, ist aber auch im Mittelmeerraum heimisch. Seine Nutzung reicht bis in die altbabylonische Zeit, das Ägypten der Pharaonen, das Persien des berühmten Gelehrten Avicenna, ins biblische Land, das antike Griechenland von Hippokrates und Dioskurides sowie das Rom von Plinius zurück. Alle lobten den Schwarzkümmel, ebenso wie der Prophet Mohammed. Kaiser Karl der Große förderte seinen Anbau in Europa. Während er im Europa des 16. Jahrhunderts weitgehend in Vergessenheit geriet, wurde der Schwarzkümmel im Orient weiterhin genutzt und bis heute hochgeschätzt.
Nach der Blüte ab Mitte August bildet die Pflanze Kapseln, die den schwarzen, dreikantigen Samen enthalten, die an Mohn erinnern. Sowohl das aus den Samen gewonnene Schwarzkümmelöl als auch die ganzen oder gemahlenen Samen werden verwendet, auch in Form von Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel.






